Logengeschichte 1736 bis 1800

1736
Erster Nachweis eines freimaurerischen Zusammenschlusses in Leipzig, von “sieben, im Auslande aufgenommenen Brüdern zu maurerischen Arbeiten”

1741
20. März
Gründung einer namenlosen “Stammloge des hiesigen Orients“, während des zu Ehren der Minerva beginnenden römischen Festes Quinquatrus.

1742
31. Januar:
Gründung der Loge „Archimedes zu den drei Reissbretern“ i.Or. Altenburg durch Brüder der Leipziger Loge.

1745
gibt sich die noch namenlose Loge den Namen St. Jean aux trois compas („St. Johannes zu den dreyen Cirkuln“)

1746
29. Januar: Einweihung der Loge Friedrich i.Or. Hannover unter Teilnahme von mehreren Leipziger Brüdern (von Königstreu, Villiers, von Hardenberg, Seip, Lafontaine).
25. August: Absonderung der deutschen Brüder aus der Johannisloge Aux trois compas und Gründung der deutschsprachigen Loge Minerva in Rücksicht auf die Universität Leipzig

1747
05. Juni: Wiedervereinigung der beiden Logen „Minerva und Aux trois compas“ zu der Loge „Minerva zum Cirkul“ unter Billigung des Distriktsgroßmeisters von Obersachsen, Br. Friedrich August Graf von Rutowski
20. November: Gründung der Schottenloge „Apollo“ durch die „Minerva zum Zirkel“

1753
Gründung der wandernden Winkelloge „St. Jean des voyageurs aux trois nombres“ (Zu den drei Zahlen), die „reisende Minerva“ genannt.

1755
5. September: Gründung der Loge „Zu den drei Palmen“ in Dresden

1766
30. Juni: Übertritt zum System der Strikten Observanz, Konstitutionspatent und neue feierliche Weihe der Loge Minerva. Leipzig wird Sitz der Präfektur Derla der VII. Ordenprovinz Germania inferior ad Albim et Oderam

Beitritt zum Bund der vereinigten Logen in Deutschland

30. Juli: Vereinigung mit einem Teil der Dresdner Loge „Zu den drei Palmbäumen“ zu der Loge „Minerva zu den drei Palmen“. Der andere Teil schloss sich mit der Loge „Aux trois grénades“ der Dresdner Loge „Aux trois glaives d’or“ (Zu den drei goldenen Schwertern) an.

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Freimaurer im 18. Jahrhundert – Titelbild des Buches „Der verklärte Freymaurer – Eine Schrift worin ihre hieroglyphische Zeichen, Worte, Werke, wie sie sollen verstanden, und so weit es thunlich ist, ausgedeutet werden.“ aus dem Jahr 1791

1771
Br. Karl Friedrich Trier legt die Grundlage für die logeneigenen Münz- und Medaillensammlung

1772
Vereinigung der Logen „Minerva zum Cirkel“ und „Minerva zu den drei Palmen“ unter dem
Namen „Minerva zu den drei Palmen“

1773
Gründung der Loge „Minerva zu den drei Lichtern“ i.Or. Querfurt durch die Minerva.

1774
21. Juni: Dem Konvent von Kohlo entsprechend Übergabe des Logenzeichens „Non nisi digno“ an die Brüder der Loge.

Umbenennung der bisherigen Schottenloge Apollo in Carl zu den drei Palmen, zu Ehren des Herzogs Carl von Curland
Oktober: Erwerb des Venonischen Hauses mit Garten, vormals Wein- und Kaffeehaus des Gastronomen Francesco Venoni, als erstes Logenhaus – direkt gegenüber dem Schloss Pleißenburg. Davor wurden die Versammlungen in den Räumen des Hauses „Zum goldenen Schiffe“ (Kleine Fleischergasse), später im Hotel de Baviere (Petersstraße) abgehalten.

goldenesschiff

1776
Auf Anregung der Loge Minerva lassen die Logen in Dresden, Rostock und Weimar dem im gleichen verstorbenen Begründers der Strikten Observanz, dem Heer- und Großmeister Br. Karl Gotthelf Freiherr von Hund und Altengrotkau eine silberne Gedenkmünze prägen.

1783
Die Brüder stiften ein von Br. Adam Friedrich Oeser gestaltetes Denkmal in Erinnerung an den früh verstorbenen Leipziger Arzt und Minerva-Bruder Friedrich Andreas Gallisch. Im Garten der Loge aufgestellt wurde es 1935 enteignet und ist heute auf dem Alten Johannisfriedhof in Leipzig aufgestellt.

1791
März: Feier des 50jährigen Logenjubiläums