Logenarchiv und Logenbibliothek

Über die Logenbibliothek

Vor der Enteignung durch die Nationalsozialisten betrug der Umfang der Sammlung mehr als 10 000 Bücher, darunter wertvolle Handschriften und Protokolle aus der Zeit der strikten Observanz. Einiges davon ist heute noch in aller Welt verstreut, vieles davon wohl für immer verschollen. Wir sind immer auf der Suche nach alten Beständen der Loge und freuen uns über jeden Hinweis, der uns erreicht.

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Durch Bücherspenden vor allem von unseren Brüdern der Loge „Friedrich zum weißen Pferd“ in Hannover, sowie einige Neuerwerbungen gelang es uns, eine kleine Bibliothek wieder aufzubauen. Hier machte sich vor allem unser Bruder Volker Helm verdient.

Die Logenbibliothek wird von einem Bibliothekar geleitet. Er ordnete, katalogisierte und verwaltete etwa 1.500 Bücher, Dokumente, Tonträger und Filme.

Kontakt zum Bibliothekar

Die Kontaktdaten des Bibliothekars sind in unserer Kontaktübersicht enthalten.


Über das Logenarchiv

Wie andere der großen deutschen Logen verfügte auch die Minerva bis zu ihrer Auflösung in der Zeit des Nationalsozialismus über umfangreiche Sammlungen zur eigenen und allgemeinen freimaurerischen Geschichte. Neben einer in Deutschland einzigartigen Logenbibliothek mit mehr als 10.000 Bänden masonische Literatur und Handschriften, gab es ein logeneigenes Museum u.a. mit einer bemerkenswerten Sammlung freimaurerischer Medaillen und das Archiv der Loge.

War das Archiv anfangs Teilbereich der Bibliothek, wurde es im 19. Jahrhundert als eigenständige Sammlung verwaltet. Gemeinsam mit den anderen Sammlungen wurde das Logenarchiv 1935 durch die Nationalsozialisten beschlagnahmt und nach Schlesien ausgelagert. Dort stellte es nach Kriegsende die Rote Armee sicher und verbrachte es in das „Sonderarchiv“ nach Moskau, wo es mehr als zehn Jahre blieb.

1957 führte die Sowjetunion schließlich Teile dieser freimaurerischen Bestände an die DDR zurück, wo sie im Zentralen Staatsarchiv der DDR in Potsdam eingelagert wurden. Mitte der 1970er Jahre gelangten sie von Potsdam in die Dienststelle Merseburg des Zentralen Staatsarchivs, wo man sie ordnete und verzeichnete. 1993 wurden die „Freimaurerbestände“ in das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem zurückgeführt.

Die Loge Minerva bemühte sich mit Erfolg um die Rückgabe der enteigneten Logensammlungen, von denen aber nur noch Teile des Archivs und der Medaillensammlung auffindbar waren. Alle anderen Sammlungen der Loge gingen in den Stürmen der Zeit verloren und sind seit 1935 verschollen.

Bestandsübersicht des Logenarchivs

Die Archiv umfasst in 821 Akteneinheiten mit etwa 12 000 Einzeldokumenten über einen Zeitraum von drei Jahrhunderten.

Darunter befinden sich zahlreiche Archivalien von besonderem historischen Interesse, wie die Mitgliederlisten der Minerva ab 1741 und rund 2.000 Fremdmatrikeln von Logen aus Deutschland und Europa. Dazu kommen umfangreiche Korrespondenzen, Logenprotokolle ab 1746, Zertifikate und Patente des 18. Jhd., Dokumente zur Strikten Observanz (Präfektur Derla), Buchhandschriften zu Alchemie und Rituale.

  • Gesetze
  • Schriftwechsel
  • Beamte / Instruktionen / Wahl
  • Mitgliederverzeichnisse
  • Personen / Gesuche / Lebensläufe
  • Rechtssachen
  • Personalakten / Kasse / Bauten
  • Caritatives
  • Rituale / Instruktionen / Systeme
  • Protokolle
  • Festschriften und Schriftwechsel
  • Strikte Observanz / Präfektur Derla (Leipzig)
  • Unionsverhandlungen mit Schweden
  • Geheimgesellschaften und – wissenschaften
  • Geschichte der Freimaurerei / Minerva-Geschichte
  • Fremdmatrikeln und Briefe
  • Verhältnis zu anderen Logen / Großlogen
  • Archiv und Bibliothek

Der Gesamtbestand ist über ein Findbuch erschlossen, dass auf der Verzeichnung im Staatsarchiv Merseburg basiert. Das Archiv steht weiterhin der Forschung zur Verfügung und kann nach vorheriger Absprache mit dem Archivar der Loge eingesehen werden.

Kontakt zum Archivar

Die Kontaktdaten des Archivars sind in unserer Kontaktübersicht enthalten.