Freimaurer in Quedlinburg – Sitzender Logenmeister bleibt nicht allein – 20.10.2010

Café zum Freimaurer in Quedlinburg (Foto: Flickr)
Café zum Freimaurer in Quedlinburg (Foto: Flickr)

Der Altar der ehemaligen Quedlinburger Freimaurerloge mit dem magischen Auge ist ebenso erhalten bzw. wiederhergestellt worden, wie weitere Details des Gebäudes hinter dem Neubau.

Dagegen wurde die Theke als Kontrast modern gestaltet. 37 Gäste finden in der Cafeteria, die täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist, Platz. Für Familienfeiern, nicht nur der Heimbewohner, ist auch länger geöffnet, erklärt Michael Funke. Während die Räume im Inneren des neuen Altenpflegeheimes fertig sind, werden die Außenanlagen noch mindestens bis zum Jahresende Zeit beanspruchen.


Dazu gehört zum Beispiel die Gestaltung des kleinen Vorplatzes neben dem Haupteingang mit Springbrunnen und Sitzgelegenheiten. Der auf einer Bank sitzende Logenmeister bleibt nicht allein, kündigt der Geschäftsführer an. Der Metallbildgestalter Jochen Müller hat die Figur eines Logen-Zeremonienmeisters bereits so weit erarbeitet, dass sie in einer Kunstgießerei bei Dresden gefertigt werden kann.

Der 1,90 Meter große Zeremonienmeister soll voraussichtlich zum Advent in den Höfen hinter der Bank neben seinem Logenbruder einen Platz bekommen. Komplettiert wird die Erinnerung an die Freimaurerloge „Zur goldenen Waage“ mit einer bronzenen Tafel hinter der Figurengruppe an der Hauswand. Sie erhält einen Hinweis auf das Café in der Freimaurerloge, wo eine kleine Ausstellung zur Freimaurerei und der Quedlinburger Loge eingerichtet wurde.

Neben der Bank mit dem Logenmeister werden in dem Bereich drei weitere Sitzgelegenheiten in den Boden eingelassen. Auch der Springbrunnen hat noch nicht seine endgültige Gestalt erhalten. Das DRK wartet auf drei Granitstelen aus Brasilien, die gelblich-golden die Farbe der Freimaurer aufnehmen werden und wo das Wasserspiel in den warmen Monaten eine unendliche Schleife bilden soll.

Große Rankenpflanzen

An der Hausfront zur Pölkenstraße hin werden von den Pflanzaussparungen Stahlseile gezogen, an denen sich ab der nächsten Wachstumsperiode große Rankenpflanzen hochschlängeln sollen. Im Park im Bereich zum Mühlgraben hin erfolgt noch eine Bepflanzung. Zudem entsteht ein kleiner Pfad der Sinne. Auch der Torweg zum Hofareal fehlt noch und eine Pergola, die den Parkplatz von der Ruhezone im Park trennt. Obwohl der Kauf des so genannten Mertensturmes von der Oberen Denkmalbehörde versagt wurde, wird das Umfeld in die Gestaltung des Parks mit einbezogen, betont der DRK-Geschäftsführer.

Endgültig fertig gestellt werden muss auch noch der zweite Fluchtweg im hinteren Bereich des Altenheimkomplexes. In etwa zwei Wochen wird das bisherige Provisorium einer neuen Treppe weichen. Die geplanten 3,8 Millionen Euro für die Gesamtinvestition reichen für die noch anstehenden Arbeiten nicht ganz, gesteht der Geschäftsführer. Doch es solle schließlich alles stimmig sein.

Noch ein Wunsch ist die Erweiterung des Parks bis zum Mummental hin. Ein etwa 20 mal 100 Meter großes Areal will das DRK noch kaufen und anschließend eine fußläufige Verbindung schaffen, die am Tage öffentlich zugänglich ist. Der Landkreis würde verkaufen, weiß Michael Funke. Die Stadt Quedlinburg prüfe derzeit noch.

Quelle: http://www.mz-web.de/7420488