Museumsnacht in Aschersleben mit Besichtigung des Logenhauses und Freimaurertempels am 29.08.2008

Martin Just, Mitglied im Förderverein und Enkel des Freimaurers Karl Just, führte die Besucher der vierten Museumsnacht in den Freimaurertempel. (MZ-Foto: Frank Gehrmann))
Martin Just, Mitglied im Förderverein und Enkel des Freimaurers Karl Just, führte die Besucher der vierten Museumsnacht in den Freimaurertempel. (MZ-Foto: Frank Gehrmann))

Die Antwort ist selbstredend, das Programm unterhaltsam wie ansprechend, der Besucherstrom stetig, die Stimmung bestens. Wovon die Rede ist? Von der Museumsnacht, die am Freitag nunmehr zum vierten Mal stattgefunden und ihren drei Vorgängern wohl den Rang abgelaufen hat.

Wieso? Vielleicht, weil sie mittlerweile feste Größe im Veranstaltungsplan der Stadt ist. Möglicherweise, weil die Organisatoren genau den richtigen Riecher bewiesen für die perfekte Mischung aus historischem und musikalischem Happening sowie den „Spielgefährten“ im beschaulichen Hof.

Oder aber, weil die unlängst in der ARD ausgestrahlte Dokumentation „Logen, Tempel, Rituale – Die Geheimnisse der Freimaurerei„, in der auch die hiesige Loge eine Rolle gespielt hat, eine gewisse Neugierde weckte. Denn das Logenhaus ist das Museum, der Freimaurertempel der deutschlandweit einzige öffentlich zu besichtigende.

„Ich bin kein Freimaurer, aber mein Großvater war einer“, führt Martin Just die Besucher in den Tempel. Nachdem die Loge 1934 aufgelöst wurde, habe dieser, Karl Just, die ehrenvolle Aufgabe gehabt, die wertvollen Ritualgegenstände zu verstecken, die mit der Zurückerstattung des Logenhausgrundstückes 1993, 59 Jahre später, wieder an ihren alten Platz gelangen konnten. Doch die Führung war nicht das Einzige, was das Museum zu bieten hatte.

Neben den ständigen Ausstellungsbereichen weckte Uwe Vetters Sammlung von DDR-Spielzeugen bei nicht wenigen Gästen Kindheitserinnerungen. Und auch das „Kramen im Magazin“ hat Interessantes ans Licht gebracht – eine Schmetterlingssammlung aus den 30er Jahren. Was den Museumsfundus angeht, bestehe für die Besucher derzeit keine Möglichkeit, sich ein Bild von den verborgenen Schätzen zu machen. Zur Museumsnacht im kommenden Jahr sei ein Blick hinter die Kulissen aber angedacht, sagte Museumsleiter Andreas Schmith.

Quelle: http://www.mz-web.de/8591124 ©2016