Feier des 225. Stiftungsfestes der Loge „Zu den drei Kleeblättern“ in Aschersleben am 02.10.2002

logenhaus_ascherslebenDie Johannisloge „Zu den drei Kleeblättern“ in Aschersleben feiert am Sonnabend ihr 225. Stiftungsfest. Aus diesem Anlass werden Freitagabend im Logenhaus und danach beim Empfang im Rathaus Gratulanten aus ganz Deutschland erwartet.

Die Ascherslebener Freimaurerloge bietet deutschlandweit eine Einmaligkeit: Ihr Hauptveranstaltungsraum – mit Blick auf die Geschichte heißt dieser Festsaal „Tempel“ – steht der Öffentlichkeit für Besichtigungen zur Verfügung.

Er befindet sich im wegen Umbauarbeiten geschlossenen Museum am Markt. Das Haus hatte die Loge im Jahr 1798 erworben. Es wurde ihr 1935 von den Nazis genommen und nach Ende beider Diktaturen 1992 zurückgegeben.

Die Stiftung der Loge war an einem besonderen Tag erfolgt: Heiligabend 1777. Seitdem gab es viele Höhepunkte, aber auch Tiefen, wie die Schließung 1935, erläutert der Logenmeister, Siegward Giese.

Über die Arbeit der Loge, die sich als philosophische Gesellschaft versteht, erläutert er: „In Vorträgen, Diskussionen und Arbeiten befassen wir uns mit den Sinnfragen des Lebens. Mit Fragen wie ,Woher komme ich?‘, ,Wer bin ich?‘ oder ,Wohin gehe ich?‘.“ Giese sagt zum Wort „Freimaurerei“: „Es leitet sich ab von den Dombauhütten, deren Steinmetze als ,freie Maurer‘ bezeichnet wurden, die damals frei durch Europa von einer Baustelle zur anderen reisen durften, ohne Militärdienst oder Ähnliches leisten zu müssen.“

Im Rathaus wird anlässlich des Empfangs die Ausstellung „Freimaurer, Symbole, Logen auf Briefmarken“ gezeigt. Die Festarbeit findet am Sonnabend mit vielen Gästen, besonders den Delmenhorster Freimaurern statt. Sie kommen seit der Reaktivierung der Loge 1993 bis heute monatlich und helfen der Loge, sich weiterzuentwickeln.