Fernsehdoku „Freimaurer in der DDR“ bei ZDFinfo Mediathek ab 26.05.2017

Fernsehdoku ZDFinfo „Freimaurer in der DDR“ (Bildquelle: ZDF Mediathek)

Die Freimaurerei hat auf dem Gebiet der ehemaligen DDR eine lange Tradition. Ab dem 18. Jahrhundert wurden in Mitteldeutschland zahlreiche Logen gegründet. Wie ging es 1945 weiter?

Während des Nationalsozialismus wurden die Freimaurer verboten, teilweise auch verfolgt. Ursache dafür waren neben den humanistischen, freidenkerischen Ideen durchaus auch völkische Strömungen, die die Nazis als ideologische Konkurrenz aus dem Weg räumten.

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300 Gäste zu Besuch bei der Leipziger Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen

 7. Buchloge im Völkerschlachtdenkmal – 1.000 Euro Spende für „Haus Leben Leipzig“

Vorbereitung des Tempels in den Katakomben des Völkerschlachtdenkmals

Am vergangenen Wochenende hatte die Leipziger Freimaurerloge Minerva zu den drei Palmen zu ihrer traditionellen „Buchloge“ geladen. An deren 7. Ausgabe nahmen zu verschiedenen Veranstaltungen insgesamt mehr als 300 Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland teil.

Den Auftakt bildete am Freitagabend eine Party des Leipziger „Emirat Shrine-Clubs e. V.“ Unter dem Motto „Helping Kids – Having Fun“ sammelte der Ableger der weltweit größten karitativen Organisation der Freimaurer Geld für regionale Projekte.

Tags darauf trafen sich gut 200 Freimaurer aus 97 verschiedenen Logen zu einer Festarbeit im Völkerschlachtdenkmal. Dort wurde der 276. Geburtstag der Loge Minerva zu den drei Palmen feierlich begangen. Bei einer Spendensammlung kamen – aufgerundet durch die Brüder der Leipziger Loge – 1.000 Euro für das „Haus Leben Leipzig“ zusammen. Das Geld soll dem „Friesennest“ zugutekommen, einem Projekt zur sozialen und emotionalen Betreuung von Kindern krebskranker Eltern. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende des Vereins „Haus Leben Leipzig“, Michaela Bax, konnte bereits am Sonntag den Spendenscheck von Klaus Kieswimmer, dem Vorsitzenden der Freimaurerloge, entgegennehmen.

Die Spendenübergabe fand im Rahmen einer Matinee am Sonntag im Logenhaus statt. Geladen waren hierzu vor allem Leipziger Akteure aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur. Bei einer Podiumsdiskussion unter der Überschrift „300 Jahre Freimaurerei – eine Standortbestimmung“ diskutierten die Teilnehmer über die gesellschaftliche Notwendigkeit freimaurerischer Werte wie Toleranz, Brüderlichkeit und Humanität. Auch überaus selbstkritische Töne wurden dabei laut.

Überreichung des Schecks über 1.000 € an Frau Michaela Bax vom „Haus Leben Leipzig“

Moderiert von dem Leipziger Fernsehjournalisten Hanno Neustadt, debattierten der Historiker Prof. Dr. Helmut Reinalter aus Innsbruck, der Philosoph Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün aus Frankfurt am Main, der Künstler Jens Rusch aus Brunsbüttel und Ivan Wojnikow, Leipziger Verleger und Mitglied der Minerva.

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Gruppenfoto auf der Treppe vor dem Denkmal am 01.04.2017

Die Loge Minerva zu den drei Palmen war ursprünglich am 20. März 1741 – zunächst als namenlose Loge de Leipsic – gegründet worden und ist damit eine der ältesten noch bestehenden Vereinigungen der Stadt Leipzig. Während der NS-Diktatur und der DDR-Zeit blieben die Freimaurer verboten und konnten erst nach der Friedlichen Revolution auch im Osten Deutschlands wieder Fuß fassen.

In diesem Jahr stand die „Buchloge“ zudem ganz im Zeichen des weltweit gefeierten 300. Jubiläums der modernen Freimaurerei. Im Jahre 1717 hatten sich in London vier Freimaurerlogen zur Großloge von London und Westminster zusammengeschlossen. Die heutige Großloge von England gilt noch immer weltweit als federführend innerhalb der Freimaurerei.

Podiumsteilnehmer: Hanno Neustadt, Prof. Dr. Helmut Reinalter aus Innsbruck, der Philosoph Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün aus Frankfurt am Main, der Künstler Jens Rusch aus Brunsbüttel und Ivan Wojnikow, Leipziger Verleger und Mitglied der Minerva

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Welz (Universität Leipzig) – „Freimaurer in Geist und Schrift: Der englische Schriftsteller Rudyard Kipling“ zum Gästeabend am 23.11.2016

rudyard-kipling_von_collier_1891Seit 120 Jahren begeistert Rudyard Kipling (1865-1936) mit seinem Dschungelbuch eine weltweite Leserschaft. Auch vieles andere von seinen zahlreichen Gedichten, Kurzgeschichten und Romanen hat die wechselnden Zeitläufte und Moden überdauert.

Mehr als bei vielen anderen Schriftstellern fließt das freimaurerische Gedankengut auch in Kiplings literarische Texte ein, darunter so bekannte wie das Gedicht „The Mother-Lodge“ oder die Kurzgeschichte „The Man Who Would Be King“ („Der Mann, der König sein wollte“).

Diese spannende Biographie mit ihren vielfältigen Aspekten von gelebtem Freimaurertum ist Gegenstand eines Vortrags von Prof. Stefan Welz, dem Verfasser der ersten deutschsprachigen Kipling-Biographie.

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Seminar „Aufklärung im arkanen Raum – Die Freimaurer und andere Geheimbünde im Ancien régime“ an der Universität Leipzig 20.10.2016-02.02.2017

Universität Leipzig: Neubau für die Geistes- und Sozialwissenschaften Beethovenstraße 15 Auf dem Gelände des früheren Gewandhauses errichtet, beherbergt es künftig die Philologische Fakultät, die Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie (außer Kommunikations- und Medienwissenschaften) und aus der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften das Historische Seminar und das Institut für Afrikanistik. (Text: Volker Schulte)
Universität Leipzig:
Neubau für die Geistes- und Sozialwissenschaften
Beethovenstraße 15

Kursbeschreibung: Das 18. Jahrhundert sah eine Vielzahl von Sozietätsgründungen, die zum Ziel hatten die Aufklärung und ihre Ideale, Freiheit, Gleichheit und vor allem Vernunft, zu verbreiten. Eine besonders wichtige Rolle spielte dabei auch in Deutschland ab 1737, als die erste deutsche Loge in Hamburg gegründet wurde, die Freimaurerei.

Später gründeten sich noch andere Geheimbünde wie die Illuminaten, die ab 1776 von Bayern aus begannen, staatliche Behörden zu unterwandern, und 1785 schließlich verboten wurden. Weiterlesen

Eröffnung des neuen Maurerjahres mit Tempelarbeit und Aufnahme eines neuen Freimaurers im Schloss Thammenhain am 14.09.2016

eroeffnung_maurerjahr_thammenhain_schloss_tempelAm 14. September 2016 fand im Saal des Schloss Thammenhain die feierliche Eröffnung des neuen Maurerjahres statt. Hierbei führten die Brüder der Loge Minerva eine Tempelarbeit im Lehrlingsgrad durch und nahmen einen Suchenden in den Bund der Freimaurer feierlich auf.

Anlässlich der Tempelarbeit wurde der Schlosssaal umgestaltet und freimaurerisch geschmückt (siehe Foto). Nicht nur die Brüder der Loge genossen die stimmungsvolle Atmosphäre; insbesonders dem aufzunehmenden Freimaurer wird die Tempelarbeit noch lange im Gedächtnis bleiben.

Ein besonderer Dank gilt dem aktuellen Schlossherren Rüdiger von Schönberg. Ein anderer Angehöriger des Adelsgeschlechts „Adolf Heinrich Graf von Schönberg“ war 1754 Meister vom Stuhl in der Loge Minerva.

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Fernseh-Dokumentation „Geheimbünde – Die Erben der Templer“ am 02.09.2016 um 14.45 Uhr auf ARTE

© Spiegel TV/Jürgen Heck, Foto: ZDF
© Spiegel TV/Jürgen Heck, Foto: ZDF

Es gibt rund vier Millionen Freimaurer weltweit, aber niemand weiß, was genau in ihren Versammlungsräumen und Tempeln vor sich geht. Einst Orte der Aufklärung, wird den Zirkeln und Logen heute oft Böses angedichtet. Die Dokumentation beleuchtet die historischen Wurzeln und räumt mit Vorurteilen auf.

Rund vier Millionen Freimaurer gibt es auf der Welt, wohl kein anderer Geheimbund hat mehr Mitglieder. Und doch weiß niemand genau, was in den Tempeln der Freimaurer geschieht. Bei ihrem Aufnahmeritual müssen die Logenbrüder ein Schweigegelübde ablegen. Auch in Deutschland und Frankreich ist der Orden aktiv, in fast jeder größeren Stadt gibt es ein Logenhaus.

Anwälte, Ärzte und Politiker gehören ebenso zu den Mitgliedern wie Handwerksmeister und Musiker. Aber was fasziniert diese Leute an dem Geheimbund? Gelangen sie im Tempel tatsächlich zu geheimem Wissen? Und warum dürfen die Freimaurer nicht über die Tempelarbeit sprechen – wenn sie doch nur der Humanität dient, wie die Mitglieder behaupten? Weiterlesen